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Fünfzehn Jahre Kinderstunksitzung

Es fing alles mit einem großen Ärger an: Dorothee Schmitz wollte mit ihren kleinen Kindern Karneval feiern und landete in einem verräucherten Festzelt, in dem ältere Männer, von zuviel Kölsch schon leicht angeschlagen, gelangweilt ein liebloses Programm ansagten. Keiner hörte zu, überall wurde geballert. Das Ganze nannte sich Kindersitzung. Das war 1993.

Was lag nach dieser Erfahrung näher, als eine eigene Kindersitzung zu gründen? Gesagt, getan: Schnell fanden sich ein paar karnevalsbegeisterte Freunde und Nachbarn zusammen, die meisten ebenfalls mit kleineren Kindern, und ein Jahr später rief Paulus Müller, der erste Präsident und damals 13 Jahre alt, stolz von der Bühne: "Dies ist die erste Karnevals-Sitzung von Pänz für Pänz".
Die Premiere fand im E-Werk statt. Das war praktisch, denn dort tagte auch die "Stunksitzung" und etliche der "Paten" dieser neuen Kindersitzung kamen aus dem Umfeld der "Stunker".

Auf der Bühne haben Erwachsene nichts verloren
Das Prinzip der "Kinderstunksitzung" hat sich seitdem nicht geändert: Jedes Jahr präsentiert ein neuer Präsident oder eine neue Präsidentin mit dem Elferrat ein buntes Programm mit Sketchen, Clownerien, Akrobatik, Animationen und viel Live-Musik. Auf der Bühne stehen nur Kinder und Jugendliche. Hinter den Kulissen sorgen Erwachsene dafür, dass die rund 70 Mitwirkenden professionelle Bedingungen für ihren Auftritt bekommen: Kostüme, Requisiten, Licht und Mikrofone, alles muss stimmen. "Oft wird nach dem Motto verfahren: Ist ja "nur" für Kinder. Damit nimmt man Kinder nicht ernst", sagt Dorothee Schmitz, die auch im Jubiläumsjahr das Programm leitet.
Vom E-Werk zog die "Kinderstunksitzung" ins Bürgerhaus Stollwerck, weil der dortige Veranstaltungssaal für ein Kinderpublikum besser geeignet war.

In der Eifel fängt alles an
Die Arbeit für die neue Session beginnt für alle Mitwirkenden Ende Oktober. Dann trifft man sich für ein Wochenende im Jugendferiendorf Moritz in Manderscheid/Eifel. Neue Nummern werden vorgestellt, diskutiert, umgeschrieben und geprobt. In den Wochen danach geht`s in Schulen, Küchen, Proberäumen weiter, es werden Kostüme genäht und Requisiten gebaut, bis dann Anfang Februar zum ersten Mal die große Bühne im Stollwerck bespielt wird.

Das fünfzehnte Jahr
Inzwischen ist die "Kinderstunksitzung" die größte Kinderveranstaltung im Kölner Karneval. Radio und Fernsehen zeigen Aufzeichnungen. Von den Kindern aus dem Premierenjahr 1994 steht nur noch Charlotte Schmitz auf der Bühne, die inzwischen auch Regie-Assistentin ist. Andere helfen hinter den Kulissen. Von Anfang an dabei ist der Circus Radelito der Gesamtschule Köln-Höhenhaus mit seinem Leiter Georg Steinhausen.

Wieder dabei: "Pelemele"
Die Musik machen wieder die fünf Jungs von "Pelemele", inzwischen zur Kultband für Kindermusik in Köln und darüber hinaus aufgestiegen.

Geleitet wird die Kinderstunksitzung seit ihrem Start im Jahr 1994 von Dorothee Schmitz, die die meisten Nummern schreibt und auch Regie führt. Um die Organisation kümmert sich seit diesem Jahr Andrea Knipp-Selke.




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